Zukunftssicherheit und Flexibilität im eigenen Rechenzentrum

Vor ein paar Tagen hörte ich, wie sich Administratoren unterhalten haben. "Der Serverraum ist ja viel zu groß, da steht dann ja gar nichts mehr drin!" - "Und die Klimaanlage ist vollkommen überdimensioniert." - "Außerdem kostet das kleine System soviel, wie alles bisherige, was da drinsteht." - "und bestimmt ist es ziemlich komplex." Neugierig habe ich weiter gelauscht - wie es wohl jeder IT Interessierte mit kaufmännischem Aufgabenfeld getan hätte. Als ich hörte, daß man über einen FlexPod spricht, konnte ich mich einbringen.
 
Was ist denn nun ein FlexPod? Kurzgefasst: Eine Kombination aus Servern, Switchen und Storage - also allesamt IT Komponenten in Ihrem Rechenzentrum -, welche in wenige Chassis mit möglichst wenig Verkabelung zusammengefasst wurden. Dabei haben die Hersteller Cisco und NetApp aber darauf geachtet, dass die Systeme so groß oder klein skaliert werden können, wie sie es brauchen. Sie kaufen also nur, was sie brauchen - und können jederzeit erweitern. (mehr erfahren)
 
Ich bin davon überzeugt, daß ein FlexPod sich für Unternehmen mit mindestens 5 oder 6 Hardware-Servern rechnet und über die Laufzeit kalkulierbare Kosten gibt, die so bisher nicht möglich waren! Wenn deutlich mehr Server im Einsatz sind, darf an dieser Betrachtung gar kein Blick vorbeigehen.
 
 
Da die einzusetzenden Systeme vordefiniert sind, gibt’s vorgefertigte Installationsleitfäden für verschiedenste Installationen. Wenn denen gefolgt wird, übernehmen die Hersteller sogar eine herstellerübergreifenden Service bei Problemen. Wobei diese, da die Systeme getestet wurden, wahrscheinlich nicht mehr auftreten…
 
Nun gut, jetzt haben Sie die Serverswitche und 7, 15 oder mehr Server sowie den Storage in weniger als einem halben Serverschrank untergebracht. Die Kollegen hatten Recht: es ist viel Platz freigeworden. Die Verkabelung ist ordentlicher geworden. Ein klarer Pluspunkt!
 
Damit kamen wir zur Komplexität: Nehmen Sie ein Mobiltelefon und programmieren Sie es von Hand, daß es sich ins Telekom oder Vodafone Netz einwählt - mit den richtigen Zugangsdaten. Je nach Netz und Aufgabe wäre das eine Menge Arbeit mit Fehlerpotential. Nur bei den klassischen Servern machen es die meisten so: wir kaufen einen Server, schrauben ihn in den Schrank und konfigurieren ihn. Den nächsten genauso. Und den nächsten…
Aber: um Ihnen das Leben leichter zu machen, steckt man in das Handy einfach eine SIM Karte. Die kennt alle Rahmenparameter. Sie tippen die PIN ein - und können loslegen. Dieses Prinzip hat Cisco auf die Server übertragen: wir erstellen einmal zentral Profile und wenden diese auf alle aktuellen und weiteren Server an…
Es ist wie so häufig: man macht sich einmal Gedanken und konfiguriert die Profile - und profitiert nachfolgend über Jahre von der guten Vorarbeit! Wieder ein Pluspunkt.
 
Wobei nun die Frage nach der Ausfallsicherheit kam. Wenn ich doch nur ein Chassis für die Server und Switche habe und eines für den Storage - was passiert denn bei einem Fehler? Und auch hier konnte ich beruhigen: die Systeme sind komplett redundant ausgelegt und verbunden - nur ein langer großflächiger Stromausfall legt hier alles lahm!
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In dem Rahmen kamen wir zu echten Praxisbeispielen: Wenn die virtuellen Server zu langsam sind, bittet der Herstellersupport der Software, das Problem auf physikalischer Hardware nachzustellen. Doch wer hat die schon? Und extra dafür kaufen? Im  FlexPod-Szenario weisen wir einem der Virtualisierungsserver einfach ein neues Profil zu, starten ihn neu und testen darauf. Sobald der Test abgeschlossen ist, bekommt er sein Ursprungsprofil, einen Reboot - und ist wieder Virtualisierungshost… Zu schön, um wahr zu sein? Ist aber wahr! Und wie einfach das Pflegen von Firmwareständen ist, davon schreibe ich hier mal gar nicht - das erzähle ich Ihnen auch lieber im persönlichen Gespräch.

Zurück zu unserem Gespräch. Einer der Kollegen meinte lachend: wie können wir nur ohne den FlexPod leben? Die Antwort war: wenn sie ihn erstmal haben, können Sie sich nicht mehr vorstellen, mal ohne ihn gearbeitet zu haben…